Monatsrückblick Juli 2026: Sommerferien mal anders

Dieser Juli lässt sich bei mir ganz gut in drei Teile einteilen. Die ersten Tage bis zum Ferienbeginn habe ich mir für den Abschluss einer 30-Tage-Breathwork-Challenge bei meinem früheren Breathwork-Lehrer noch einmal ganz intensive Zeit für mich genommen. Von der Challenge habe ich in meinem Juni-Monatsrückblick schon ausführlich berichtet, genau wie über viele andere Themen, die mich in diesem Monat beschäftigt haben und die eine Fortsetzung meiner Juni-Projekte waren. Mit dem Ferienstart ging bei uns erstmal ziemlich volles Programm los, bevor kurz vor Monatsende für mich Sommerferien auf ganz andere Art als sonst begonnen haben.

Kurztrips mit Hindernissen

Nachdem ich mir die Tage vor den Ferien noch die Zeit zum Abschluss der Breathwork-Challenge genommen habe, stand zum Ferienbeginn volles Programm bei uns an. Kurz nach Ferienbeginn hatten meine Zwillinge ihren 17. Geburtstag. In den Ferien ist es ja leider meist nicht so einfach, Freunde einzuladen, zumal die beiden auch sehr unterschiedliche Freundeskreise haben. Für ihren Geburtstag hatten sie sich in diesem Jahr geeinigt, mit einem Freund von meinem Sohn im Sprungpark Trampolin springen zu gehen.

Wie gut, dass ich sie dabei nicht mehr begleiten muss, sodass ich an dem Tag vor allem für die Verpflegung zuständig war. Nach einem gemütlichen Frühstück haben die drei sich auf den Weg gemacht. Erst am frühen Nachmittag waren die drei wieder zuhause und wir haben das schöne Wetter draußen ausgenutzt mit grillen im Garten, Kaffee und Kuchen und der traditionellen Geburtstags-Erdbeertorte, die zum Geburtstag für meinen Sohn ein Muss ist. Die Torte hat meine Mutter sonst immer gebacken. In diesem Jahr konnten meine Eltern aber leider nicht zum Geburtstag kommen. So habe ich versucht, die Torte genau nach dem Rezept meiner Mutter nach zu backen. Geschmeckt hat sie wirklich gut, aber vom Aussehen ist sie leider nicht ganz an das Original meiner Mutter rangekommen.

Noch am Geburtstagsabend hat sich mein Sohn dann mit seinem Freund für ein paar Tage auf den Weg an die Ostsee gemacht, wo seine Familie einen Wohnwagen hat, während ich mit meiner Tochter seit langem mal wieder im Kino war. Auch ohne eine große Feier war es ein sehr schöner Tag.

Der Lotus-Cheesecake, die Spezialität meines Sohns. Den backt er wirklich zu jedem Anlass.
Weil meine Mutter dieses Jahr nicht kommen konnte, musste ich den Erdbeerkuchen selbst backen. Nach ihrem Rezept, aber nicht ganz wie gewohnt.

Weil meine Eltern in diesem Jahr nicht zum Geburtstag zu uns kommen konnten, haben wir sie davor noch für einen Tag in Hannover besucht. Wir hatten einen sehr schönen Tag, bis wir abends unsere Heimreise antreten wollten. Ich bin eigentlich überzeugte Bahnfahrerin und gerade solche Entfernungen wie Hamburg-Hannover lassen sich – wie ich finde – sehr gut mit der Bahn machen. In diesem Monat hat uns die Bahn allerdings ordentlich auf die Probe gestellt. Als wir abends nach Hause fahren wollten, haben wir leider erst am Bahnhof bemerkt, dass unser Zug ausfällt. Weil es einer der letzte Züge an dem Abend gewesen wäre, gab es keine andere Alternative, als kurzfristig noch ein ICE-Ticket zu buchen, was für uns drei nicht gerade ein Schnäppchen war. Aber so sind wir nach einem schönen Tag immerhin doch noch schnell und gut nach Hause gekommen.

Zum Ferienbeginn habe ich mir die Tage weitestgehend von Terminen freigehalten, um noch Zeit für gemeinsame Aktivitäten zu haben, weil wir in diesem Jahr nicht zusammen in den Urlaub fahren. Nachdem mein Sohn an die Ostsee gereist war und meine große Tochter schon mitten in ihren Prüfungsvorbereitungen steckte, wollte ich mit meiner „kleinen“ Tochter für einen Tag nach Cuxhaven fahren. Das Wetter war perfekt und einfach mal raus ans Meer ist ja immer schön. Auch an diesem Tag haben wir leider erst am Bahnhof mitbekommen, dass alle Züge in Richtung Cuxhaven ausfallen. Erst später am Tag habe ich den Grund dafür erfahren: Ein Brandanschlag auf einen Verteilerkasten hat den gesamten Verkehr auf der Strecke zum Erliegen gebracht. Wie überflüssig…

Ich glaube, meine Tochter wäre hier schon direkt wieder umgedreht. Ich hatte aber unsere Sachen gepackt und wollte ans Meer. Also habe ich kurzerhand umgeplant und wir sind stattdessen in Travemünde gelandet, zum Glück dann auch ohne weitere Ausfälle oder Probleme. Auf der Fahrt war die Laune meiner Tochter zwar nicht so gut, aber als wir in Travemünde am Meer angekommen sind, hat sich die Stimmung zum Glück gebessert. Wenn auch nicht Cuxhaven, aber wir hatten trotzdem einen richtig schönen Tag am Meer.

Strand in Travemünde
Zum Glück sind wir nicht gleich wieder umgedreht, sonst wäre uns dieser schöne Tag am Meer entgangen.

Besuch in meiner alten Heimat

Weil meine Kinder Ende des Monats mit ihrem Papa von Frankfurt aus in den Urlaub gestartet sind, habe ich mit meiner Tochter kurzerhand beschlossen, dass wir mitfahren und uns dort noch ein schönes Wochenende zu zweit machen. Meinen ersten Job nach dem Studium hatte ich vor bald 30 Jahren in Frankfurt, als Degustationsleiterin im Maggi Kochstudio-Treff. Der Job klingt vielleicht toll, war er aber leider nicht. Ich war froh, als ich nach einem knappen Jahr meine Kündigung abgeben und zurück nach Hamburg ziehen konnte. Die Zeit in Frankfurt damals war trotzdem schön, aber seitdem war ich kaum wieder dort. So war es eine schöne Gelegenheit, meine alte Heimat mal wieder zu besuchen.

Auch an diesem Wochenende hatten wir eine richtig schöne Zeit in Frankfurt. Natürlich waren wir ausgiebig shoppen, sind an einem Tag auf fast 30.000 Schritte gekommen und auch am Abreisetag noch auf fast 20.000, sodass mir am Ende schon die Füße wehgetan haben, wir haben das herrliche Wetter und die Sonne am Mainufer genossen, lecker gegessen und es uns einfach gut gehen lassen.

Einen Apfelwein musste ich natürlich in Frankfurt auch mal wieder genießen, wenn auch nur ein Gespritzter.
Die Skyline von Frankfurt bei Nacht.

Auch nach unserem Wochenende in Frankfurt konnte uns die Bahn nicht von sich überzeugen. Wieder fiel unser Zug für die Rückfahrt aus. Dieses Mal wussten wir das zum Glück schon rechtzeitig, aber der Ersatzzug, den wir stattdessen genommen haben, war so überfüllt, dass wir froh waren, als wir noch halbwegs vernünftige Plätze im Gang gefunden haben. So zog sich das Bahnchaos leider durch jede Reise in diesem Monat, so dass das dieses Thema in diesem Beitrag etwas mehr Raum bekommen hat. Ich fahre regelmäßig und grundsätzlich auch gerne Bahn, weil ich es einfach schön entspannt finde und hoffe sehr, dass wir in diesem Monat einfach Pech hatten und das nicht zum Dauerzustand wird.

Mein Buchprojekt – ganz anders als gedacht

Für die drei Wochen, in denen ich mit meiner Tochter alleine zuhause bin, habe ich mir vorgenommen, in Ruhe mit neuen Buchprojekten weiterzukommen. Seit ich vor zwei Jahren mein erstes Buch veröffentlicht habe, war der Wunsch da, noch weitere Bücher zu veröffentlichen. Ideen dafür gibt es schon Einige: Ich habe so viele Rezepte aus meinen verschiedenen Kochkursreihen, mit Erwachsenen, aber auch mit Kindern, die ich für verschiedene Initiativen hier in der Umgebung angeboten habe. Viele dieser Rezepte wurden nur einmal gekocht und sind dann in der Schublade verschwunden. Darum mein Plan, die ruhigere Zeit für ein neues Kochbuch zu nutzen.

Kurz vor der Abreise war mir aber immer noch nicht ganz klar, mit welcher meiner vielen Ideen ich starten sollte. Während die freie Zeit immer näher rückte und ich mir Gedanken gemacht habe, mit welchem Buch ich starten möchte, kam plötzlich eine ganz neue Idee für ein Kinderbuch auf. Ganz vage hatte ich die Idee dazu zwar schon etwas länger, aber noch überhaupt nichts konkretes, sodass ich dieses Projekt auch nicht ganz vorne gesehen habe. Aber quasi über Nacht hatte ich die Story plötzlich vor Augen, und obwohl ich mit der Arbeit daran erst nach dem Wochenende in Frankfurt starten wollte, habe ich mich dann schon ein paar Tage davor dran gesetzt und das Buch nahm immer mehr Form an.

Das Thema des Buches – Vorurteile und Diskriminierung aufgrund des Körpergewichtes – ist mir in den letzten Monaten immer häufiger begegnet. In meinem Coaching begleite ich viele Erwachsene mit einer langen Diätgeschichte, und gleichzeitig erlebe ich, wie Kinder gerade jetzt an genau diesem Punkt stehen und ihre ersten Diäten anfangen. Genau aus diesem Zwiespalt heraus ist die Buchidee entstanden, und ohne noch weiter darüber nachzudenken, habe ich mich wider Erwarten voll darauf konzentriert. Der Text ist inzwischen nahezu fertig geschrieben, die Bilder auch schon zu großen Teilen, und der Plan steht, das Buch auf jeden Fall im August zu veröffentlichen.

Das Kochbuch, das Journal, eine Idee aus meinem Bye-bye, Heißhunger-Kurs Anfang des Jahres, und auch das Kinderkochbuch mit den Rezepten, die ich mit Kindern hier aus dem Stadtteil gemeinsam gekocht habe, stehen jetzt als nächste Ideen für später auf meiner Liste.

Was sonst noch so los war

Ein weiteres Thema, das mich schon im Juni beschäftigt hat, ist KI. Hier bin ich im Juli noch mal viel tiefereingestiegen. Mich fasziniert auf der einen Seite, was mit KI inzwischen alles möglich ist. Gleichzeitig finde ich dieses rasante Tempo, in dem sich alles entwickelt, auch erschreckend. Kaum hat man sich in etwas eingefuchst, ist es am nächsten Tag gefühlt schon wieder überholt. So kommt es mir auf jeden Fall vor. Ich frage mich oft, wo das noch hinführen soll, und möchte die Möglichkeiten trotzdem sinnvoll und effizient für meine Arbeit nutzen. Mit den Ergebnissen bin ich allerdings nicht immer zufrieden. Mir ist wichtig, dass trotz KI-Nutzung meine eigene Sprache und meine Handschrift in allem erkennbar bleibt. Ich bin noch dabei, meinen Weg im Umgang mit all den neuen Möglichkeiten zu finden. Für Fleißarbeiten wie das Einsetzen der Bilder in diesen Beitrag habe ich mir inzwischen einen „Mitarbeiter“ an die Seite geholt. In meinem vollen Alltag mit zu wenig Zeit für zu viele Ideen ist das eine echte Unterstützung.

Und dass mir gerade solche Fleißarbeiten, wie z. B. das Einfügen von Bildern, inzwischen abgenommen werden können und ich dadurch wirklich Zeit spare, ist für mich super. Außerdem hätte ich heute bei der Arbeit an diesem Beitrag fast etwas an den Einstellungen meiner Seite geändert, wovor mich mein neuer Assistent zum Glück noch gewarnt hat. Damit hätte ich mir wohl die Seite zerschießen können. Als nächstes möchte ich mich an die Überarbeitung meiner Website machen. Hier ist vieles nicht mehr aktuell, vor allem, seit ich beschlossen habe, das Thema Abnehmen nicht mehr so stark in den Vordergrund zu stellen und den Fokus eher auf ein entspanntes Essverhalten zu legen.

Ich denke, um einen bewussten Einsatz von KI kommt man nicht herum und auch diese Vision, aus einem Webinar zum Thema scheint immer mehr Realität zu werden. Bis ich die Tools halbwegs sinnvoll und über den Chat hinaus nutzen kann, hat mich das in den letzten Wochen allerdings erstmal einiges an Zeit gekostet, die aber hoffentlich gut investiert war.

Screenshot Webinar KI Business Club: Die Vision, raus aus der Küche

Ausblick auf den August

Bis Mitte August geht die ruhigere Zeit für mich noch weiter, bis die Kinder aus dem Urlaub zurückkommen und wieder mehr Leben im Haus ist. Bis dahin soll mein Kinderbuch veröffentlicht sein. Die Überarbeitung meiner Website soll im August Form annehmen und ich habe große Lust, nach dem Kinderbuch mit einer meiner Rezeptbuchideen weiterzumachen.

Auch ein nächster Blogbeitrag ist schon in Arbeit. Darin geht´s darum, was ich aus diesen ruhigeren Wochen für mich mitnehme und wie ich mir einen Teil davon auch im normalen Alltag bewahren möchte.

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