Mein Blogneustart

Als ich vor gut 5 Jahren mit meinem Blog gestartet bin, habe ich schon ab und an mal Monatsrückblicke geschrieben. Ich fand das immer eine schöne Möglichkeit, zu reflektieren und die Besonderheiten festzuhalten. Jetzt hab ich beschlossen, meinen Blog wieder zu reaktivieren. Ehrlich gesagt, ist es nicht das Erste Mal, dass ich das beschlossen habe, bevor dann doch wieder der Alltag dazwischenkam.
Trotzdem bin ich dieses Mal optimistisch, dass es klappt und dieser Juni ist dafür ein guter Startpunkt. Das erste Halbjahr 2026 ist vorbei und in diesem Monat ist bei mir mal wieder einiges passiert ist.
Schon Anfang des Monats habe ich gemerkt, dass es bei mir mit Beratungsterminen ruhiger wurde, aber dadurch konnte ich die frei gewordene Zeit gut für all das nutzen, was im vollen Alltag oft zu kurz kommt. Und wie durch Zufall, obwohl ich daran eigentlich nicht glaube, hat sich im Juni genau zur richtigen Zeit eins zum anderen gefügt. Wahrscheinlich vor allem, weil ich einfach offen für all die Möglichkeiten war.
Eine dieser Möglichkeiten, die sich ergeben haben, ist die Summer Blogging School von Judith Peters, meiner Blog Mentorin, durch die dieser Blog überhaupt erst zum Leben erwacht ist. In ihrer Blogging School geht es darum, in Zeiten von KI die Möglichkeiten zu nutzen, gleichzeitig aber authentisch und persönlich sichtbar zu werden.
Das war genau das was ich gebraucht habe. Ich habe das Gefühl, in den letzten Wochen hat sich in der KI-Welt alles noch viel schneller weiterentwickelt als je zuvor und ich möchte lernen, wie ich die KI unterstützend für mich nutzen kann. Ich habe als Solo-Selbstständige kein Team, dass mir Aufgaben abnimmt und da hoffe ich sehr auf Erleichterung durch die neuen Möglichkeiten.
Zeit für Reflexion
Der Juni war für mich ein Monat mit weniger Terminen, dafür aber ganz viel Raum zur Reflexion. Ich habe mich eigentlich schon seit Anfang des Jahres viel mit mit der Frage beschäftigt, was bei mir zukünftig mehr Raum bekommen darf und was ich dafür loslassen möchte. Durch ein 30-Tage-9D-Breathwork-Programm bei meinem früheren Breathwork-Lehrer Daniel Basic, das seit Mitte Juni läuft, ist das Ganze in diesem Monat aber so richtig ins Rollen gekommen.
Das Programm beinhaltet tägliche, kurze Atemübungen, weil nur durch regelmäßige Routinen Veränderung wirklich nachhaltig spürbar ist. Außerdem im Programm sind 4 transformierende 9-D-Breathworksessions. Seit meiner Ausbildung im Frühjahr letzten Jahres ist das Thema Breathwork in meinem Alltag, aber auch meiner Arbeit leider etwas zu kurz gekommen. Da kam auch dieses Angebot genau zur richtigen Zeit, weil ich schon lange den Wunsch habe, das wieder stärker zu integrieren.
Auch wenn weniger Termine nicht gleich bedeutet, dass ich nichts zu tun habe, habe ich mir die Zeit für diese Sessions und auch für anschließende Reflexion bewusst genommen. Das fühlte sich ungewohnt und nicht produktiv an und war dadurch schon herausfordernd für mich. Diese Zeit war aber wichtig und wirklich hilfreich, um mir klarer darüber zu werden, in was ich zukünftig mehr Energie investieren möchte und wo weniger Energie hineinfließen soll.

Mehr zu diesem Thema, was ich zukünftig loslassen möchte und was wieder mehr Raum einnehmen darf, werde ich ausführlich in einem eigenen Beitrag festhalten, an dem ich gerade schon schreibe.
Aber so viel vorab: In diesem Monat hat sich bei mir einiges bewegt, ich glaube auch, dass Breathwork einen erheblichen Anteil daran hatte und darum gehört das auf jeden Fall zu den Dingen, die in Zukunft wieder mehr Raum einnehmen sollen.
Ein neues Rezeptbuch…?
Auch das Thema Bücher kam im Juni bei mir wieder stärker auf. Seit ich mit meinem ersten Buchprojekt vor zwei Jahren KDP kennengelernt habe – also die Möglichkeit, Bücher selbst ohne Verlag zu veröffentlichen – verfolge ich Newsletter und Podcast von Tom und Jonathan von Nomad Publishing. Die beiden sind Experten was das Thema „Self-Publishing“ mit KDP angeht und liefern einfach auch zu allen anderen Businessthemen immer wieder guten Input, von dem ich schon viel lernen konnte.
Und schon „damals“, als ich an meinem ersten Buch gearbeitet und gemerkt habe, wie viel Spaß mir das macht, war mir klar:
Wenn ich noch mal ein Buch rausbringen möchte, dann mit den Beiden. Seit einer Weile kribbelt es schon wieder, weil ich nach meinem ersten Rezeptbuch schon Lust hatte, noch ein Rezeptbuch zu veröffentlichen. Dieser Wunsch wurde noch viel stärker, als mir vor Kurzem bewusst geworden ist, dass mit all meinen Kochkursen, die ich in den letzten Jahren gegeben habe, inzwischen rund hundert Rezepte zusammengekommen sind. Der Großteil der Rezepte kam in den Kursen gut an, aber danach verschwinden viele dieser Rezepte aber leider oft in der Versenkung.
Mein erstes Buchprojekt war eher ein Spaßprojekt, weil ich einfach Lust drauf hatte, meinen Weg und meine Lieblingsrezepte darin festzuhalten. Dieses Mal möchte ich es richtig angehen und wirklich lernen, wie es geht und worauf es ankommt. Ein Buch zu veröffentlichen ist zwar inzwischen wirklich nicht schwierig, aber damit es auch gefunden und gekauft wird, gibt es schon ein paar Dinge zu beachten.
Nachdem ich Nomad Publishing jetzt schon seit zwei Jahren verfolge, bin ich nach einem Webinar Mitte Juni in ihre Verlagsniveau Academy eingestiegen und habe seitdem schon ganz viel gelernt. Jetzt freue ich mich, die nächste Zeit an meinem Buchprojekt zu arbeiten und auch das jetzt Realität werden zu lassen.
Kochen im Harburg Huus
Im Juni lief noch ein Projekt weiter, das schon Ende Mai angelaufen ist: Ein Kochkurs-Projekt in der Obdachlosenunterkunft Harburg Huus.
Das Thema: Kochen mit der Mikrowelle und mit ganz einfachen Mitteln. Ich hatte ehrlich gesagt schon etwas Respekt davor, weil ich überhaupt nicht wusste, was mich dabei erwartet. Aber ich bin auch immer offen und neugierig und fand das Projekt spannend, so dass ich zugesagt habe. Ziel war es, den Gästen zu zeigen, wie sie sich auch mit ganz einfachen Mitteln ausgewogen ernähren können. Der Kurs kam super an, wir hatten jedes Mal viel Spaß, und die Teilnehmer waren dankbar für dieses Angebot und immer wieder begeistert, wie lecker man auch mit wenig Aufwand kochen kann. Dadurch hat es mir auch richtig Freude gemacht, und ich hoffe sehr, dass es dafür eine Fortsetzung geben kann.
Das Lustige dabei: Genau neben dieser Obdachlosenunterkunft wurden vor zwei Jahren unsere beiden Katzen gefunden. Damals hat meine Freundin die Unterkunft geleitet. Sie hat die beiden Kleinen erstmal bei sich zuhause aufgenommen, nachdem die Mutter nicht in Sicht war. Ob sie dort ausgesetzt wurden oder da vielleicht geboren sind, wissen wir bis heute nicht.
Am 29. Juni vor zwei Jahren sind die beiden kleinen Kater bei uns eingezogen. Nachdem ich mir mein Leben lang eine Katze gewünscht hatte, stand der Entschluss, die beiden aufzunehmen, ganz schnell fest. Einer der beiden ist leider nicht mehr bei uns. Wir mussten ihn letztes Jahr nach drei Wochen Kampf gegen FIP, einer tückischen Katzenkrankheit, die vor allem junge Katzen betrifft, erlösen.

Vorsorge
Zum Ende des Monats stand bei mir noch meine erste Darmspiegelung an. Vorsorge ist mir persönlich, aber auch bei meiner Arbeit wichtig. So oft werden wir erst aktiv, wenn´s uns nicht gut geht. Dabei haben wir so viel Einfluss, wenn wir uns frühzeitig um uns, unseren Körper und um unsere Gesundheit kümmern.
Ich bin im Mai 54 geworden und da war eine Darmspiegelung inzwischen schon längst mal dran. Das Thema kam auch im Austausch mit Freundinnen schon mal auf, und nachdem auch meine Frauenärztin mich im Frühjahr noch mal darauf angesprochen hat, habe ich das zum Anlass genommen und endlich einen Termin vereinbart.
Auch wenn ich optimistisch bin und irgendwie davon ausgegangen bin, dass alles in Ordnung ist, bleibt trotzdem immer ein leicht mulmige Gefühl und ich war erleichtert, als die Ärztin mir gesagt hat, dass alles gut ist. Dass die Spiegelung selbst der harmloseste Teil sein würde, haben mir davor alle einstimmig gesagt, die es schonmal gemacht haben. Über die Vorbereitungsphase hatte ich allerdings schon oft gehört, dass die wohl sehr unangenehm sein könnte. Darum hatte ich davor auch am meisten Respekt.
Ich kann aber rückblickend für mich nur sagen, natürlich gibt es Schöneres, aber schlimm fand ich es wirklich nicht. Und dafür, dass man danach auch erstmal für eine Weile beruhigter sein kann, bleibe ich dabei:
Vorsorge ist so wichtig und wir sollten die Möglichkeiten nutzen, die dafür zur Verfügung stehen.
Ausblick auf den Juli
Anfang Juli starten bei uns die Sommerferien, am 13. Juli haben meine Zwillinge ihren 17. Geburtstag, und Ende Juli fahren die beiden für drei Wochen mit ihrem Papa in den Urlaub. Weil meine große Tochter in dieser Zeit Prüfungen hat, wird es diesmal keinen gemeinsamen Familienurlaub geben und ich bin in der Zeit mit ihr allein zuhause. Die Ferien- und kinderfreie Zeit möchte ich nutzen, um mit all meinen frisch gestarteten Projekten – allen voran mit meinem Buch – weiterzukommen, aber auch die Zeit vor ihrer Reise noch mit meinen Zwillingen verbringen – wenn sie denn möchten….